Gewaltausbruch

Nach Mord an Russen: Rechte rufen zur Gewalt gegen Kaukasier auf

In der russischen Kleinstadt Pugatschow ist es in den vergangenen Tagen zu einem fremdenfeindlichen Pogrom gekommen. Im Schussfeld der aufgebrachten Einwohner standen Tschetschenen und andere Kaukasier. Zuvor hatte ein Tschetschene einen Russen im Streit mit einem Seziermesser getötet.

In der russischen Kleinstadt Pugatschow brodelt es. Die Einwohner sind auf den Straßen und fordern lautstark die Ausweisung aller Tschetschenen und Kaukasier.

Auslöser war der Mord an einem russischen Fallschirmjäger durch einen 16-jährigen Tschetschenen. Die beiden sollen sich zuvor um die Gunst eines Mädchens gestritten haben. Der Streit eskalierte und der Tschetschene tötete den Russen mit einem Seziermesser.

Im Anschluss fanden sich Tausende Russen im Zentrum von Pugachew zusammen und forderten den sofortigen Rauswurf aller Tschetschenen und „dunkelhäutigen“ Kaukasier aus der Stadt, berichtet Bloomberg. Sie attackierten kaukasische Kaffeehäuser und versuchten das Gebäude der Regionalverwaltung zu stürmen. Weitere Einwohner versperrten den Schienenverkehr nach Pugatschow.

Die Einwohner erhielten Unterstützung von „Nationalen Aktivisten“. Der rechtsradikale Aktivist Nikolai Bondarik schrieb über das Soziale Medium „vk.com“, dass die Einwohner durchhalten sollen: „Freunde! Einwohner von Pugatschow! Die Nation schaut mit Hoffnung auf euch!“.

Dort rief er kurz nach dem Pogrom zu Kundgebungen in Pugatschow auf. Die russische Polizei soll ihn und weitere Aktivisten festgenommen haben. Das jedenfalls schreibt er auf seiner Seite. Das Simon Wiesenthal Center sagte den Deutsch Russischen Nachrichten, dass sich insbesondere auf vk.com eine Reihe von fremdenfeindlichen und antisemitischen Usern befänden. Die Plattform werde mehrheitlich von Osteuropäern und Russen genutzt. Doch Extremisten stünden auch online unter Beobachtung

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